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LEITBILD
Für viele junge Menschen ist die Frage nach dem Sinn des Lebens heute ein zentrales Problem. Kriegerische Auseinandersetzungen, Umweltkatastrophen, Massenarbeitslosigkeit, fehlende Zukunftsperspektiven, die weltweite Armut erschüttern heute unseren Zukunftsglauben. Wirtschaftliche Umbrüche und soziale Umstrukturierungen verändern unsere Familiensysteme und Lebensgemeinschaften. Viele Menschen sind nicht mehr in einem Wert- und Beziehungssystem verwurzelt und befinden sich in einer beängstigenden Orientierungslosigkeit. Viele junge Menschen besitzen heute keine tragfähigen Wertsysteme, an denen sie sich orientieren und entwickeln können. Die Gemeinschaft der Franziskaner Konventualen setzt sich zum Ziel, in der Liegenschaft des Juvenats sozialpädagogisch und systemtherapeutisch begleitete Lebens-, Entwicklungs- und Bildungsräume zu schaffen und eine Basis zu gestalten, die auch stark verunsicherten Jugendlichen eine positive Lebensperspektive bietet. Zusammen mit den Jugendlichen, ihren Eltern und mit den zuständigen Fachpersonen wollen die Franziskaner spirituelle, soziale, ökologische und ökonomische Wertsysteme entwickeln, an denen sich alle gemeinsam im Alltag ausrichten können. Nicht das Streben nach grenzenlosem Wachstum und nach Profit soll dieses Denken und Handeln bestimmen. Die Liebe zum Leben, der schonende Umgang mit der Natur und die Solidarität mit den notleidenden Mitmenschen bilden den Orientierungsrahmen. Zusätzlich zu den erwähnten ethischen Grundwerten orientieren sich die Verantwortlichen des Juvenats der Franziskaner an der Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (Menschenrechtskonvention, EMRK). |